SV Seligenporten – SSV Jahn Regensburg 2:3 (1:2)

12.04.2011, 18 Uhr, MARena Seligenporten – Bayernpokal-Achtelfinale

„Heute haben wir keine Chance, aber die wollen wir nutzen.“ Mit diesen Worten begrüßte der Stadionsprecher die zahlreichen Zuschauer in der MARena zu Seligenporten. So ganz der Devise der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Aber halt nicht immer.

In der ersten Hälfte hatte der Favorit aus Regensburg das Spiel weitestgehend im Griff ohne wirklich zu überzeugen. Erst nach einer Viertelstunde legte Seligenporten etwas die Scheu ab und Regensburg reduzierte die Fehler. Und so ergaben sich auch Chancen. Alexander Buch kam frei vor dem Gehäuse der Klosterer zum Schuss, aber zu wenig plaziert. Auf der anderen Seite brachte ein gut getretener Freistoß des Ex-Jahnlers David Romminger Michael Hofmann ins Spiel, der aber souverän pariert hat. So war es aber in der 21. Minute ebenfalls ein Freistoß von Temür der von Petr Stoilov ins lange Eck verlängert wurde. 0:1 für den Favoriten und die mitgereisten Regensburger Fans durften sich auch mal wieder über ein Stoilov-Tor freuen. Der Pokal hat eben seine eigenen Gesetze!

„Auf geht`s macht`s as zwoa zu null, dann kemma uns in`d Wirtschaft setzen.“ So oder zumindest so ähnlich brüllte es ein Regensburger Fan direkt nach der Führung. Prinzipiell eine super Idee von ihm, war die erste Halbzeit bei widrigsten Bedingungen wirklich kein großer Spaß für den geneigten Zuschauer. Böiger Wind, heftiger Regenschauer und gefühlt arktische Kälte machten es wirklich schwer. Zum Glück hatten ahnende Helfer vor Spielbeginn schon Schirme aufgestellt.

Und als hätten es die Akteure gehört fiel tatsächlich drei Minuten nach der Führung direkt wieder ein Tor. Nur eben für Seligenporten. Ein zu kurz abgewehrter Ball wurde von Grau in der 24. Minute unhaltbar verwertet. Wieder Zittern für die Regensburger Zuschauer. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Aber der Jahn war nicht geschockt und erzielte wieder nur zwei Minuten später die erneute Führung. Jürgen Schmid traf nach Vorarbeit von Temür. Das Spiel plätscherte in der Folge etwas dahin. Wie das Wetter. Die Klosterer kämpften tapfer aber ohne große Möglichkeiten und der Jahn vergab eine Riesenchance zur 3:1 Führung kläglich.

In der zweiten Halbzeit ein anderes Bild. Also kein Sauwetter mehr, sondern wirklich tolle Fussballbedingungen. Abendsonne, etwas wärmer, nasser Rasen. Top!
Direkt nach Wiederanpfiff war es erneut Temür der mit einem großartigen Pass in die Spitze Stoilov… und abseits! Dachten alle. Aber denkste! Ob der Torhüter aus Seligenporten das auch dachte, weiß man nicht, war er zwar vor Stoilov am Ball, aber dennoch gekonnt und egelant ausholend über selbigen schlug. So konnte Petr Stoilov seelenruhig zum 1:3 einschieben.

Das Spiel flachte dann etwas ab, wobei sich Seligenporten so allmählich ins Spiel kämpfte. In der 72. Minute verwandelte dann Rosinger einen fälligen Foulelfmeter. Noch mal ein Schub für den guten Bayernligisten. In den folgenden zwanzig Minuten versuchten die Seligenportener Spieler den Ausgleich zu erzielen, aber trotz großem Einsatz sprang keine richtig gefährliche Aktion mehr heraus. Dennoch hätten die Klosterer den Treffer verdient gehabt. Unterm Strich siegte die etwas höhere individuelle Klasse und die größere Abgezocktheit des Drittligisten. Der sympathische Verein aus dem Neumarkter Umland kann auf eine durchaus gute Leistung blicken und darauf aufbauen. Für den Jahn geht’s am 26.04.2011 beim 1.SC Feucht um den Halbfinaleinzug.

Ein Bericht von Philipp direkt aus dem schlechten Wetter

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