SV Zeitlarn – SSV Jahn Regensburg 0:9 (0:0)

10.07.2011 – Freundschaftsspiel

Ein leicht verspäteter Bericht zum Vorbereitungsspiel Zeitlarn vs. Jahn. Vielen Dank an Philipp für Text und Bilder!

Juhu! Endlich wieder Fußball.
Die trist-graue fußballfreie Zeit ist endgültig vorbei und die Regensburger Vereine starten wieder in die Vorbereitung. Die Zuschauer verlassen ihre dunklen Kellerverliese (oder wo auch immer jeder die finstre Jahreszeit verbringt) und pilgern wieder zu den Fußballplätzen dieser Region. So auch an diesem Sonntag in Zeitlarn.
Zum 80 jährigen Gründungsjubiläum – ein stolzes Sommerfest mit allem Pipapo und Drumherum – traf der heimische Sportverein vor grob geschätzten 500 Zuschauern auf den großen Nachbarn aus Regensburg.
Für die Spieler des SVZ bestimmt ein schönes Erlebnis, für den Drittligisten ein sommerlicher Trainingskick. Deswegen trat der Jahn auch mit vielen A-Jugendlichen und Ersatzspielern an. Nicht einmal genug Ersatz-Triktos gab es, so zierte den Rücken des Ersatzspielers Alexander Feldmann das Trikot mit der Nummer 3 und dem Namen „Philp“. Nur mal so by the way.

Bei praller Nachmittagssonne und gefühlten 200 Grad war die erste Halbzeit allerdings eher Fußball zum Abgewöhnen. Die Jahnkicker glänzten durch Ungenauigkeiten und wenig Struktur im Spiel nach vorne, die Zeitlarner Jungs kämpften tapfer und kamen auch zu zwei guten Chancen. Die erste gleich nach zwei Minuten, als sich ein Spieler über rechts freigespielt hat und einen Abwehspieler aussteigen ließ und abzog. In der 28. Minute kam ein Zeitlarner Stürmer noch einmal aus etwa 20 Metern frei zum Schuss. Erst ab etwa der 35. Minute wurde der Drittligist seiner Favoritenrolle gerecht. Ein paar Fernschüsse wurden abgefeuert, doch landeten alle in der Botanik. Einmal war der Ball aber im Netz. Allerdings im Volleyballnetz hinter dem Tor. Abstand ca. 30 Meter. Knapp vorbei ist halt auch daneben. Ausgerechnet der Abwehrspieler Philipp Ziereis, der nach etwa einer halben Stunde von der linken Abwehrseite in den Sturm wechselte, sorgte für Gefahr. Nach einer Doppelpassstafette über rechts kam Feldmann ganz alleine im Strafraum zum Schuss – wie der Ball nur am Lattenkreuz vorbei gehen konnte, wusste niemand so genau.
Bei Standards verlor Zeitlarn nun etwas die Ordnung, was in einem Pfostentreffer im Anschluss einer Ecke gipfelte (46.). Unter dem Strich hatte der Jahn zwei Großchancen in der ersten Hälfte und hätte auch führen können. Aber aufopferungsvoll kämpfende Mannen in Grün haben sich das 0:0 absolut verdient.

„So und jetzt her mit dem Sauerstoffzelt.“ Das sagte ein Kicker der Gastgeber, als er Mitte der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde. Kein Wunder, lief Zeitlarn in der zweiten Hälfte schlichtweg immer hinterher. Bei gefühlten 400 Grad ein zehrendes Unterfangen.
Der Torreigen begann schon in den erste beiden Minuten der zweiten Halbzeit. Zweimal kam der Jahn über links durch, zwei Flachpässe in die Mitte und einmal der umgeschulte Abwehrmann Ziereis und ein kurioses Eigentor sorgten für eine schnelle Führung. Ein Jahnspieler zog ab, doch der Ball prallte vom Pfosten zurück und einem Abwehrspieler ans Schienbein. Von dort dann ins Tor. Wirklich ärgerlich. Das 0:3 dann schon in Minute 53. Nach einem langen Ball aus der Abwehr hat Ziereis ganz souverän aus halbrechter Position eingeschoben. Dem 0:4 ging eine Flanke von rechts voraus und Schmid köpfte gegen die Laufrichtung ein. Einigen guten Jahnangriffen folgte ein Pfostentreffer und das 0:5 in der 72. Spielminute. Ziereis nickte nach Flanke von links am langen Pfosten ein. Das 0:6 dann in der 78. Spielminute. Die Abwehr war nach einer Standardsituation wieder rausgerückt und der Ball kam gelupft in den Strafraum, wo dann Schalle souverän einschob. Der Mann des Spiels war ein deutig Philipp Ziereis. Er besorgte in der 82. Minute das 0:7, scheiterte im Anschluss an der Latte und am guten Zeitlarner Keeper, bevor er dann in der 90. Minute das 0:9 einköpfte. Das zwischenzeitliche 0:8 war ein fehlgeschlagener Rettungsversuch.Es war nach einigen Startschwierigkeiten ein tolles Fußballspiel, bei dem man Zeitlarn ein Tor und eine etwas weniger deutliche Niederlage wirklich gegönnt hätte.

Ein Wermutstropfen: Es gab weder auf der Website des SV Zeitlarn noch vor Ort irgendeinen Hinweis darauf, dass das Spiel kosten soll. Während der ersten Halbzeit kassierte uns jedoch ein Vereinsmitglied 5 Euro. War schade, ist der SV Zeitlarn an dem Tag wirklich sehr sympathisch rüber gekommen. Naja. Schlimmer wäre gewesen, sie hätten pro Tor kassiert.

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